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Therapie - Nebenwirkungen

Aktualisierungsstand dieser Seite: 04.01.2017

Die unter den Nachteilen - Nebenwirkungen unterstrichenen Bezeichnungen sind Links, hinter denen sich weitere Informationen dazu verbergen! Einfach anklicken!

Therapie

Nachteile - Nebenwirkungen *)

Hinausgezögerte Therapie

„Wait and See“

  1. Erfordert engmaschige Kontrolle
  2. Der psychologische Kampf „mit dem Krebs leben“
  3. Disziplin bei der Ernährung erforderlich
  4. Das Risiko beim Hinauszögern der Behandlung ist noch nicht gut quantifiziert worden

Radikale Prostatektomie (RPE)

  1. Von allen Optionen am stärksten vom Geschick des Arztes abhängig.
  2. Selbst bei den besten Chirurgen sind Impotenzraten vergleichbar mit denen nach Seeds oder IMRT.
  3. Wie bei jeder größeren Operation besteht ein Risiko für Blutungen, Infektionen, Blutgerinsel etc.
  4. Bei 5-10% der Patienten Inkontinenz.
  5. Harnröhrenverengung bei 5% der Patienten (Vernarbung und Harnröhrenverschluss).
  6. Bei 50% der Patienten Risiko einer Penisverkürzung um 0,5 bis 4 cm.
  7. Lebenslang trockene Orgasmen.
  8. Für ein bis zwei Wochen nach der OP muss ein Katheter gesetzt werden.
  9. Bei einer Minderheit der Patienten (<5%) tritt ein postoperatives Schmerzsyndrom auf.
  10. Bei Männern über 70 Jahre steigt die Häufigkeit von Nebenwirkungen steil an.

Auszug aus der S3-Leitlinie Tabelle 10: pdf_logo_trefoil

Hochdosierte Bestrahlungs-Monotherapie (HDR)

  1. Tandemimplantate sind eine relativ neue, unerprobte Entwicklung ohne veröffentlichte Literatur bezüglich der Ergebnisse oder Nebenwirkungen.
  2. Erfordert zwei Krankenhausaufenthalte mit unbequemer Ruhigstellung.
  3. Anspruchsvolle Prozedur, die die Durchführung durch Spitzenkräfte erfordert.
  4. Risiko von durch Bestrahlung verursachter Urithritis.
  5. Impotenzraten wahrscheinlich ähnlich wie bei chirurgischem Eingriff durch beste Operateure, aber es liegen noch keine Statistiken vor.
  6. Mögliche Verwirrung bezüglich eines Rezidivs durch PSA-„Bump“.
  7. Lebenslang trockene Orgasmen.
  8. Kann bereits bestehende Probleme mit dem Wasserlassen verschlimmern.
  9. Zum Verkleinern der Prostata kann eine kurzzeitige Hormonblockade erforderlich sein.
  10. Lokalrezidive wären schwer zu behandeln.

Brachytherapie (Seeds-Implantation)

  1. Kurzzeitige Urithritis bei 2/3 der Patienten.
  2. Langwierige Urithritis bei 5 – 10% der Patienten.
  3. Impotenzraten mit denen nach OP durch die allerbesten Chirurgen vergleichbar.
  4. Anspruchsvolle Prozedur, die Durchführung durch Spitzen-Spezialisten erforderlich macht.
  5. PSA-„Bump“ kann Verwirrung bezüglich Rezidiv verursachen.
  6. Lebenslang trockene Orgasmen.
  7. Kann bestehende Probleme mit dem Wasserlassen verstärken.
  8. Für Männer mit übermäßig großen Prostatas nicht angebracht, obwohl das Problem häufig mit kurzzeitiger Hormonblockade verbessert werden kann.
  9. Im Allgemeinen nicht die beste Option für Männer, die bereits eine TURP hatten.
  10. Behandlung eines etwaigen Lokalrezidivs ist schwierig und kann bleibende Nebenwirkungen zur Folge haben.

Androgendeprivations-Therapie (ADT)

  1. Wirkt unterdrückend, nicht heilend, so dass später ständige Beobachtung erforderlich ist.
  2. Währens der Behandlung ist die Libido vermindert oder fort, nach dem Absetzen kann Libido weiterhin verringert sein.
  3. Die Behandlung muss möglicherweise später wiederholt werden.
  4. Kann bei einer nachfolgenden nervenerhaltenden Operation die Potenz reduzieren.
  5. Während der Behandlung trockene Orgasmen mit langsamer Erholung.
  6. Verlust von Muskelkraft, dem kann durch Muskeltraining entgegen gewirkt werden.
  7. Gewichtszunahme, der durch Ernährungsdisziplin entgegengewirkt werden kann.

Auszug aus der S3-Leitlinie Tabelle 15: pdf_logo_trefoil

Intensitätsmodulierte Bestrahlung (IMRT)

  1. Erfordert zwei Monate lang einen Aufenthalt von fünf Tagen jeWoche in einer Spezialklinik.
  2. Ist eine anspruchsvolle Prozedur, die Spezialärzte voraussetzt, die mit der neuesten Technologie ausgestattet sind.
  3. Impotenzraten denen nach Opn durch die besten Chirurgen vergleichbar.
  4. Das Risiko langwieriger Proctitis (Brenen im Rectum) liegt bei etwa 5%.
  5. Höhere Bestrahlung des Unterkörpers, der Blase und des Rektums als bei Seeds; bei Männern aus jüngeren Altersgruppen daher weniger ratsam.
  6. Es kann ein PSA-„Bump“ auftreten.
  7. Lebenslang trockene Orgasmen.
  8. Zum Verkleinern einer vergrößerten Prostata kann eine Kurzzeit-Hormonblockade nötig sein.
  9. Behandlung eines Lokalrezidivs ist permanent und schwierig, und es besteht ein hohes Risiko zu Nebenwirkungen.

Kryotherapie

  1. Erfordert hervorragendes ärztliches Können für durchgehend gute Ergebnisse.
  2. Hat die höchste Neigung zu Impotenz (85-95%).
  3. Nach der Behandlung muss einige Wochen lang ein Katheter getragen werden.
  4. Das Entsorgen von totem Prostatagewebe kann in 5 – 10% der Fälle einen transurethralen Eingriff erforderlich machen.
  5. Bei Vorliegen einer zu großen Prostata kann eine kurzzeitige Hormonblockade zur Größenverringerung erforderlich werden.
  6. Das Risiko für Inkontinenz kann selbst bei der besten Behandlung bis zu 5% betragen.
  7. Bei einer geringen Zahl von Patienten (<5%) tritt ein postoperatives Schmerzsyndrom auf.
  8. Veröffentlichte Daten dokumentieren, dass das langfristige Ergebnis begrenz ist.

Nebenwirkunsbeschreibungen und deren Therapie in der S3-Leitlinie:

Nebenwirkungen_hormonablative_Therapie_NEU_01

Nebenwirkungen_Chemo-Therapie_NEU

Aus dem Aufsatz:
Neu diagnostizierter Prostatakrebs - Das Abschätzen der Wahlmöglichkeiten
Von Dr. Mark Scholz, Prostate Oncology Specialists
(Aus "PCRI Insights", Ausgaben Februar 2003, August 2003 und Februar 2004, herausgegeben vom
Prostate Cancer Research Institute, 5777 W. Century Blvd., Suite 885, Los Angeles, CA 90045, USA.)

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10.05.2017

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06.04.2017

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