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Nachsorge

Aktualisierungsstand dieser Seite: 09.02.2015

Die Tumornachsorge:
Regelmäßige Nachsorgen beim Urologen sind wichtig, um rechtzeitig eingreifen zu können, falls sich ein neuer Tumor gebildet hat oder der noch vorhandene Tumor sich weiter ausbreitet, ein biochemisches Rezidiv auftritt.
Nur so kann Ihr Urologe helfen, dass Begleit- und Folgeerkrankungen verhindert oder eingedämmt werden können.

Die Empfehlungen zur Nachsorge und Verlaufskontrolle gemäß S3-Leitlinie:

Nachsorge nach lokaler kurativ intendierter Therapie:

Follow-up unter hormonablativer Therapie:

  • innerhalb von 12 Wochen nach Ende der Therapie
  • in den ersten 2 Jahren alle 3 Monate Bestimmung des PSA-Wertes
  • im 3. und 4. Jahr halbjährlich
  • vom 5. Jahr jährlich
  • Bei Patienten ohne biochemisches Rezidiv ist die DRU in der Nachsorge des PCa nicht routinemäßig indiziert.
  • Bildgebende Verfahren sollen nur dann eingesetzt werden, wenn therapeutische Maßnahmen möglich sind und/oder Symptome bestehen.
  • Im Rahmen drei- bis sechsmonatiger Kontrolluntersuchungen unter hormonablativer Therapie sollten eine Anamnese und körperliche Untersuchung sowie eine Bestimmung des PSA-Werts eingesetzt werden.
  • Über zusätzliche Labordiagnostik (z. B. Hämoglobin-, AP-Bestimmung) sollte individuell und in Abhängigkeit von der klinischen Situation und Symptomatik entschieden werden.
  • Über Bildgebung zur Verlaufskontrolle soll in Abhängigkeit von Symptomatik und
    möglichen therapeutischen Konsequenzen entschieden werden. Bei fehlender
    Symptomatik ist eine bildgebende Diagnostik nicht erforderlich.

Tübinger Empfehlungen zur Tumornachsorge
Bei organbegrenzten Tumoren, einem Gleason-Score < 8 und unauffälligem klinischen Verlauf genügt den Anforderungen an eine suffiziente Tumornachsorge ein PSA-Monitoring 3, 6 und 12 Monate nach Primärtherapie. Daran schließen sich halbjährliche Untersuchungen innerhalb der ersten drei Jahre an, gefolgt von jährlichen Kontrolluntersuchungen.
Nach radikaler Prostatektomie wird ein PSA-Wert von 0,2 ng/ml oder darunter als tumorfreier Status betrachtet.
Nach Strahlentherapie wird als Hinweis auf ein Rezidiv ein solcher PSA-Anstieg erachtet, der sich als PSA-Elevation im Rahmen dreier aufeinanderfolgender Kontrollmessungen definiert. Der effektive PSA-Nadir besitzt dabei nur relative Bedeutung.
Hinweise auf ein Lokalrezidiv können sich aus einem tastbaren Knoten oder einem ansteigenden PSA-Wert ergeben. Eine sonographisch gesteuerte Biopsie zur Sicherung eines Lokalrezidivs ist dann indiziert, wenn die Option eines kurativ orientierten therapeutischen Ansatzes besteht.
CT, MRT oder Knochenszintigraphie sind bildgebende Maßnahmen zur Diagnose von Metastasen. Bei asymtomatischen Patienten mit einem PSA-Wert < 4 ng/ml und einem nach allgemeinem Verständnis günstigen Befund bezüglich der histologischen Differenzierung des Primärtumors kann auf bildgebende Untersuchungen verzichtet werden. Eine Knochenszintigraphie ist bis zu einem PSA-Wert von 20 ng/ml bei günstigen primären Tumorparametern ein verzichtbarer diagnostischer Ansatz, sollte aber bei klinisch symptomatischen Patienten, insbesondere bei Vorliegen von Knochenschmerzen, zur Anwendung gelangen.

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10.05.2017

REHA+AHB

06.04.2017

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