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Diagnostik

Aktualisierungsstand dieser Seite: 12.05.2015

 

Diagnostik beim Prostatakarzinom:
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Der unten dargestellte Algorithmus zeigt das heute eigentlich gebotene Verfahren in der Diagnostik des Prostatakarzinoms.

Zusätzlich zu den “Standards”, lt. S3-Leitlinie wird empfohlen bei einem PSA-Wert > 4 ng/ml eine Biopsie durchzuführen, ist es durchaus geboten, bevor solche Eingriffe, wie eine Biopsie, vorgenommen werden, genau zu untersuchen, ob ein PSA-Anstieg eventuell andere Ursachen als ein Prostatakarzinom hat, denn das PSA ist in der Früherkennung kein Tumor- sondern ein Organ-Marker, d.h. dass bei erhöhtem PSA-Wert nicht unbedingt ein Prostatakarzinom vorliegen muss
(siehe auch “
Wichtige Werte, die ein jeder Mann von sich wissen sollte, bevor er sich zu einer Therapie entscheidet!” Interpretation des Leitfadens von M. Franke und T. Kreutzig von Ludwig Pabst und Manfred Walther).
Ein einzelner Wert ist nicht unbedingt aussagekräftig, besser ist eine Kontrolle des PSA-Verlaufes über mindestens 3 Messungen im Abstand von je 3 Monaten. Ganz entscheidend ist die Tatsache, dass die PSA-Messungen immer nach ein und dem selben Messverfahren durchgeführt werden, denn die Vielzahl der zugelassenen Messverfahren weichen um 30 bis 50% voneinander ab.

Weiterhin bietet die moderne Diagnostik eine Reihe von Bildgebenden Verfahren, wie Sonographie (Ultraschall), ANNA (Artifizielle Neuronale Netzwerk-Analyse), Computertomographie (CT), Magnetresonanzthomographie (MRT) bzw. Kernspintomographie und Positronen-Emissions-Thomographie (PET), besser gekoppelt mit CT (für Prostatakarzinom besonders das Collin 11 PET). Diese sollten jedoch zur Primärdiagnostik nicht eingesetzt werden (Empfehlung der neuen S3-Leitlinien)

Bei PSA-Werten über 10 ng/ml oder einem Gleason-Score 8 oder einer T-Kategorie cT3/4 oder Knochenschmerzen sollte auf jeden Fall zur Abklärung, ob das Karzinom  bereits metastasiert hat, also systemisch geworden ist, ein Knochen- Szintigramm angefertigt werden. Man sollte jedoch keine übersteigerten Erwartungen in diese Verfahren setzen, auch diese Verfahren haben ihre Grenzen. Metastasen können erst ab einer bestimmten Größe mittels der bildgebenden Verfahren entdeckt werden, Mini- bzw. Micro-Metastasen sind damit nicht nachweisbar. Bei Abklärung der Erstdiagnose “Prostatakrebs” als auch bei der Nachsorge kann durch die Überprüfung des Blutwertes “alkalische Phosphatase” festgestellt werden, ob sich evtl. Knochenmetastasen gebildet haben. Auch dieses Diagnoseverfahren zeigt nur Auffälligkeiten, wenn bereits mit dem Knochen-Szintigramm Metastasenherde (eröhte Stoffwechselaktivität) erkennbar sind.

Ein Verfahren zur Bestimmung des Risikos von Mikrometastasen ist der Weg über die Kattan-Nomogramme. Zur Ermittlung der Wahrscheinlichkeit eines organbegrenzten Prostatakarzinoms, Kapseldurchbruch, Samenblasenbefall oder Lymphknotenbefall werden die Partin-Tabellen genutzt.

Mit Hilfe der bei einer Biopsie gewonnenen Gewebeproben stuft der untersuchende Pathologe das eventuell entdeckte Prostatakarzinom nach Ausbreitung im so genannten TNM-System ein. Mit dem Bewertungssystem nach Gleason wird die Aggressivität des Prostatakarzinoms eingestuft. Er ermittelt das klinische Stadium des Prostatakarzinoms.

Am Ende einer Primärdiagnostik des Prostatakarzinoms sollte entsprechend Pkt. 4.2 Staging der S3-Leitlinie immer eine Stadieneinteilung entsprechend der aktuellen UICC-Klassifikation stehen:

Diese 3 Werte sollte der Urologe im Abschluss der Diagnose Ihnen mindestens mitteilen.
Weniger widerspricht der S3-Leitlinie!

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10.05.2017

REHA+AHB

06.04.2017

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